Es gibt nichts Schöneres als geliebt zu werden,
geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst.

- Victor Hugo -

 

Ich möchte euch zukünftigen Brautpaaren und potentiellen "JA-Sagern" einen kurzen Einblick in die verschiedenen Traurituale während einer freien Zeremonie geben. Natürlich kann es ganz klassisch bleiben, wie man es aus der Kirche kennt... den Ringwechsel oder auch die Hochzeitskerze.
Ihr habt aber noch viel mehr Möglichkeiten und könnt auch moderne und individuelle Rituale in den Ablauf einbinden.

Hier ein paar Beispiele / Klassiker...

 

Ringe wandern lassen:

Ein Band wird durch die Reihen der Gäste gegeben. Vor dem Eheversprechen werden die Ringe auf das Band gezogen und können so von Gast zu Gast wandern. Jeder Gast hält sie kurz und spricht seinen Wunsch oder Segen für euch in die Ringe. Am Ende gelangen sie beim Brautpaar an und enthalten die Wünsche der Gäste.

 

Das Sandritual:
Das Sand-Ritual bietet eine wunderbare Möglichkeit, um in der freien Trauzeremonie die Vereinigung des Brautpaares darzustellen. Ihr benötigt dafür: Ein großes Glasgefäß, zwei kleine Gefäße, verschieden farbigen Deko-Sand und ein bisschen Hintergrundmusik für die Untermalung des Rituals. Die verschiedenen Farben des Sands symbolisieren jeweils einen der beiden Partner und dessen Individualität. Ihr lasst den Sand (jeder jeweils seine Farbe) im eigenen Tempo ineinander fließen. Dabei entsteht ein ganz individuelles einzigartiges Kunstwerk, das durch das Zusammenspiel beider Farben erst entstehen kann. Zugleich sind aber beide Farben noch voneinander unterscheidbar. Denn auch in der engen Vereinigung der Ehe verschmilzt man ja nicht mit dem Partner, sondern behält auch weiterhin seine Individualität!

Dieses kleine Kunstwerk ist ein wunderbares Andenken, welches IHR mit nach Hause nehmtund so immer wieder daran erinnert werdet, dass auch in der Ehe die Kunst darin besteht - die ganz individuellen Eigenschaften beider Partner geduldig ineinander fließen und sich vermischen zu lassen – ohne sich selbst dabei aufzugeben!

Optional kann man dabei auch eure Gäste mit einbeziehen.

Diese erhalten entweder eine dritte “neutrale” Farbe oder erhalten je nach “Zugehörigkeit” die Farbe der Braut bzw. des Bräutigams. Die Gäste können nun mit ihren kleinen Mengen Sand (z.B. in einem Reagenz- oder Schnapsglas) den Boden des Gefäßes bestreuen, sozusagen die Basis legen für das Zusammenspiel des Brautpaares.

 

Traukerze mit oder ohne Gedicht:

Die Trauzeugin bringt eine Kerze nach vorn, zündet sie an und der Redner oder ein Trauzeuge liest ein Gedicht.
Oftmals wird diese auch gerne von den Paaren selbst entzündet und Verwandte/ Trauzeugen oder die Rednerin liest das Gedicht.

 

Bäumchen pflanzen:

Ein Bäumchen wird symbolisch während der Zeremonie gepflanzt und sollte dann an einem besonderen Ort in die Erde gesetzt werden.

 

Das Steinritual:
Dabei haben eure Gäste die Möglichkeit ihre guten Wünsche für ech auf Steinen festzuhalten. So ist jeder Anwesende in die Zeremonie einbezogen, ohne dass er etwas sagen muss. Mit nur einem oder zwei Worten kann jeder Gast dem Hochzeitspaar seine Wünsche für die Ewigkeit auf einem Stein festhalten. Die eingesammelten Steine sind natürlich auch ein wundervolles Erinnerungsstück. Und auch während der Trauung sind die Steine ein wunderbarer Tischschmuck.

 

Hoffe euch hat dieser kleine Einblick gezeigt, wie kreativ & vorallem wie individuell eure Trauung sein kann.